Startseite | Impressum | Andacht von Pfarrer Briesovsky | Kontakt | Datenschutzerklärung

Andacht von Pfarrer Briesovsky

Jahreslosung für 2019:

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

Wer im Finstern wandelt und wem kein Licht scheint, der hoffe auf den Namen
des HERRN und stütze sich auf seinen Gott! Jesaja 50,10

Liebe Leserinnen und Leser,

jetzt im Winter bei Normalschicht arbeiten zu gehen, heißt im Dunkeln auf Arbeit gehen und zum Feierabend bei Dämmerlicht nach Hause zu kommen. Als Familie mit kleinen Kindern hat die frühe Dunkelheit durchaus Vorteile: es gibt weniger Widerspruch beim Zubettbringen als im Sommer, wo es noch bis 22 Uhr hell ist.
Dunkelheit kann reizvoll sein, wie ein „Dunkelrestaurant“ in Dresden mit seinem Werbetext beweist: „Kein Licht, keine Kerzen, völlige Dunkelheit. Beim Dinner in the Dark müsst ihr auf euren Sehsinn verzichten und nur durch Riechen und Schmecken erraten, was ihr gerade esst. Auch der Tastsinn wird geschärft. Mit dem Besteck zu hantieren – zu löffeln, zu schneiden und mit der Gabel etwas aufzunehmen – schwieriger als gedacht!
Und eure Ohren fragen: Wo sitzt meine Begleitung, wo ist der Kellner?“ Ein Kellner nimmt die Gäste bei der Hand und führt sie zu ihrem Platz, wurde mir berichtet. Auch wer zur Toilette will, muss nach dem Kellner rufen, der einen dann dahin begleitet. Diejenigen allerdings, die der Prophet Jesaja bei seinem Wort im Blick hat, haben sich die Finsternis nicht selbstgesucht. Für sie ist es kein Vergnügen, im Finstern zu wandeln – im Gegenteil: Wie würden sie sich freuen, wenn sie ein Licht sehen könnten! Ihre Finsternis ist furchtbar. Dennoch gibt es eine Parallele zwischen ihnen und dem Dunkelrestaurant: Um sich in der Dunkelheit fortbewegen zu können, muss man sich auf etwas stützen. Der Kellner kennt sich aus in dieser Dunkelheit, an ihm kann ich mich festhalten und ihm vertrauen. Er leitet mich in der Dunkelheit.
Bei äußerer Dunkelheit, haben wir normalerweise ja elektrisches Licht und brauchen keinen Kellner. Aber wie ist es bei Ihnen, wenn Sie innerlich das Gefühl haben „Ich sehe kein Land mehr!“ - bei Krankheit, Schicksalsschlägen, wenn Sie aus eigener Schuld in Not geraten oder auch beim Eindruck, unser Land und die Welt steuern auf dunkle Zeiten zu - worauf stützen Sie sich?

Was trägt?
Sie können natürlich nach jedem Strohhalm greifen und in der Finsternis ist das manchmal besser als nichts. Aber wird es wirklich tragen? Weihnachten feiern wir die Geburt Christi. Und er verspricht: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“ Ich selbst erlebe Christus so in meinem Leben. Und ich wünsche auch Ihnen, dass Sie das, bzw. IHN, entdecken. Die Gottesdienste über die Adventszeit, Weihnachten und den Jahreswechsel wollen Ihnen dabei helfen - Gott will Ihnen dabei helfen! Darum ist er Mensch geworden und darum feiern wir Weihnachten. Gott sei Dank!

Frohes Fest!
Ihr Pfarrer Briesovsky